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Zug trennte sich in voller Fahrt |
| Der Regionalexpress war völlig überfüllt - Glück im Unglück |
| Zug trennte sich in voller Fahrt |
An den Wochenenden vor Weihnachten sind die Züge oft besonders voll - gerade die Regionalbahnen. Das hat Folgen für den Hauptbahnhof: Manche Züge sind derart überfüllt, dass auf den planmäßigen Halt in Fürth verzichtet wird. Während die Bahn von Einzelfällen spricht, hat sich auf Höhe des Fürther Güterbahnhofs bei einem völlig überfüllten Regionalexpress die Kupplung zwischen zwei Wagen gelöst, der Zug trennte sich kurzzeitig.
FÜRTH (ja) - Um es vorwegzunehmen: Es wurde niemand verletzt. Und auch der Sachschaden hielt sich in Grenzen. Dabei hätte der Zwischenfall, der sich vergangenen Samstag ereignete, auch ganz anders ausgehen können. Der Regionalexpress aus Würzburg befand sich am späten Vormittag auf seiner Fahrt nach Nürnberg. Laut Bahnsprecher Horst Staimer hielten sich doppelt so viele Menschen in dem Zug auf wie Plätze vorhanden waren. Viele wollten zum Nürnberger Christkindlesmarkt, andere weiter zum Heimspiel des FC Bayern in der Allianz-Arena.
Wegen der Überfüllung entschied das Zugpersonal, in Emskirchen, Siegelsdorf und Fürth nicht zu halten. Kurz hinter dem Fürther Hauptbahnhof passierte es dann: Die Kupplung zwischen dem letzten und dem vorletzten Wagen löste sich, der Zug trennte sich. Weil sich dabei die Bremsluftleitungen öffneten, kam der gesamte Regionalexpress zum Stehen. Dabei schob die am Zugende fahrende Lok die beiden Wagen wieder zusammen.
Gleise gesperrt
Dennoch musste die Bahn die Gleise eine Stunde lang sperren, um die Fahrgäste sicher zu den U-Bahn-Stationen Jakobinenstraße und Stadtgrenze geleiten zu können. Dass ein entnervter Fahrgast die Notbremse zog, um einen Halt in Fürth zu erzwingen, weist Bahnsprecher Staimer zurück. Die eigentliche Ursache sei noch nicht geklärt. Das Eisenbahnbundesamt und die Bundespolizei untersuchen den Vorfall.
Ebenso wenig will Staimer bestätigen, dass derzeit zahlreiche Züge wegen Überfüllung auf ihren Stopp in Fürth verzichten. Der Christkindlesmarkt spiele zwar eine große Rolle beim Fahrgastaufkommen, richtig voll werde es aber nur, wenn ein weiteres Großereignis dazu komme wie ein Fußballspiel. Staimer: «Man kann hier nur von Einzelfällen sprechen.» |
| 15.12.2007 |
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