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Deutlicher Sieg |
| Zwingels Weg an die Stadtspitze war gut vorbereitet |
| Deutlicher Sieg |
Das Bürgeramt der Stadt Fürth muss sich ab Mai einen neuen Chef suchen. Gegen den SPD-Kandidaten Thomas Zwingel, seine massive Verwurzelung in der Vereinslandschaft, seine Erfahrung als Diplom-Verwaltungswirt und nicht zuletzt seinen Amtsbonus als stellvertretender Bürgermeister der Bibertstadt kam Metzgermeister Jürgen Grötsch nicht an.
Zwingel hat überraschend deutlich gewonnen, denn sein Gegner hat sich nicht als Zählkandidat gesehen, sondern einen engagierten Wahlkampf geführt, der auch inhaltlich Akzente setzte. Der SPD-Kandidat dagegen sicherte sich öffentliche Präsenz vor allem mit seiner originellen Plakatkampagne, die dem Wähler sein Konterfei Stück für Stück präsentierte — bis zu guter Letzt die ganze Familie auf der Wahlwerbung prangte. In den Programmen selbst konnten sich die Kandidaten nicht sonderlich voneinander abgrenzen, pflegen ihre Parteien im Stadtrat doch schon seit Jahren eine Art große Koalition.
Ein weiterer Pluspunkt für Zwingel war die unbestrittene Erfolgsbilanz seines Vorgängers Gert Kohl, die dieser nicht müde wurde, zu Gunsten des Wunschnachfolgers in die Waagschale zu werfen. Unter dem Strich muss also die Erkenntnis stehen: Trotz gelegentlich laut werdender Kritik, in Zirndorf werde oft hinter verschlossenen Türen entschieden und nach Gutsherrenart regiert, sind die meisten Zirndorfer offensichtlich zufrieden damit, wie es läuft. SABINE DIETZ |
| 13.3.2006 |
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