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Simone Hauswald ist die »Königin von Oslo» |
| Drei Rennen, drei Siege |
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OSLO/FRANKFURT – Drei Rennen, drei Siege: Simone Hauswald hat sich beim vorletzten Biathlon-Weltcup des Olympia-Winters zur »Königin von Oslo» aufgeschwungen – und wurde mit einer Audienz bei Norwegens Monarch Harald V. belohnt.
Nachdem die 30-Jährige am vergangenen Donnerstag im Anschluss an ihren Erfolg im Sprint ihren Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte, wirkt Hauswald wie befreit: Sie läuft und schießt in der Form ihres Lebens. »Die drei Rennen hier in Oslo waren wie von einem anderen Stern. Es hat alles gepasst und ich durfte zum König», sagte Hauswald, die in der Gesamtweltcupwertung sogar Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner auf die Pelle rückt.
Dominanz einer deutschen Erfolgs-Generation
Neuner belegte im Massenstart über 12,5 Kilometer am Sonntag hinter der Ukrainerin Vita Semerenko Platz drei. »Gesamtweltcupsiegerin Simone Hauswald – das hätte was», gestand die Athletin, die sich trotz des sportlichen Höhenflugs in ihrer Entscheidung, Skier und Gewehr nach dem letzten Saison-Weltcup am kommendem Wochenende im sibirischen Khanty-Mansiysk für immer in die Ecke zu stellen, bestätigt sieht. »Ich habe immer gesagt, man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Es wird im Moment immer schöner, deshalb ist die Entscheidung definitiv richtig», sagte die Bronzemedaillen-Gewinnerin von Whistler.
Neuner als Dritte, Andrea Henkel als Vierte, Martina Beck auf Rang sieben und Kati Wilhelm auf Platz zehn unterstrichen noch einmal die Dominanz einer deutschen Erfolgs-Generation, die in einer Woche zum größten Teil abtreten wird. Im kommenden Winter wird die Last dann auf den Schultern von Neuner und Henkel liegen, während sich Hauswald, Wilhelm und Beck dem Privatleben widmen werden. Doch bis es soweit ist, soll die Erfolgsserie auch in der kommenden Woche in Russland fortgesetzt werden.
In Gala-Form
»Es ist schon erstaunlich, was die Mädels hier leisten. Nach Olympia hätte man eigentlich erwarten können, dass die Kurve etwas nach unten geht, doch das ist überhaupt nicht der Fall», lobte Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang. Allen voran Hauswald trumpft am Ende ihrer Karriere noch einmal so richtig auf und überrascht mit ihrer Gala-Form auch sich selbst. Am Sonntag schüttelte sie nach ihrem dritten Triumph, dem erst siebten Weltcuperfolg ihrer Karriere überhaupt, im Ziel ungläubig den Kopf.
»Ich bin absolut im Reinen mit mir, es macht wahnsinnig viel Spaß», sagte die Vize-Weltmeisterin von 2009. In der Gesamtwertung hat aber nach wie vor Neuner die Nase vorn. Nach Platz sechs im Sprint und Rang acht in der Verfolgung kam die 23-Jährige im Massenstart trotz drei Schießfehlern aufs Podium und geht so mit einem beruhigenden Polster von 42 Punkten in die letzten zwei Einzelrennen in Khanty-Mansiysk. »Mir tut jeder Schritt weh. Ich bin froh, wenn die Saison vorbei ist», gestand die Wallgauerin.
Lars Reinefeld (dpa) |
| 21.3.2010 15:59 MEZ |
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