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City-Center wird erst nächstes Jahr umgebaut |
| Aufwändige Modernisierung unter neuer Regie beginnt voraussichtlich Anfang 2011 - Gespräche mit Mietern |
| City-Center wird erst nächstes Jahr umgebaut |
FÜRTH - Die gute Nachricht in Sachen City-Center: Die Verkaufsverhandlungen laufen nach wie vor äußerst vielversprechend. Die schlechte Nachricht: Mit dem aufwändigen Umbau wird es vor dem nächsten Jahr nichts werden. Der Startschuss soll erst Anfang 2011 fallen.
Darauf legte sich der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller gestern auf Nachfrage der Fürther Nachrichten fest. Zuletzt hatte es immer mehr Spekulationen gegeben. Manche Ladenbesitzer wollten erfahren haben, sie müssten schon diesen Sommer ausziehen, um Platz für die Modernisierung des 25 Jahre alten Einkaufstempels zu schaffen.
Doch so schnell kann und wird der designierte neue Besitzer, die portugiesische Shopping-Center-Kette Sonae Sierra, mit seinen Planungen, Konzepten und Bauanträgen für ein runderneuertes Center nicht in die Gänge kommen. Auch, um die Geschäftsleute nicht länger zappeln zu lassen, heißt es deshalb definitiv: Das besonders umsatzträchtige Weihnachtsgeschäft können sie noch an altvertrauter Stelle abwickeln. Diese Erkenntnis möglichst früh im Jahr zu haben, ist für die Einzelhändler wichtig, denn schon lange vor dem Fest der Liebe muss das einschlägige Sortiment geordert werden.
Horst Müller, der in den vergangenen Monaten im Namen der Center-Eigentümer maßgeblich über den Verkauf verhandelt hat, hält das Signal deshalb im Sinne der Betroffenen für richtig. Ihm sei daran gelegen, möglichst bald möglichst viele Unklarheiten zu beseitigen. Ein «hoffentlich verlässlicher Zeitplan», so der Wirtschaftsreferent, soll Anfang März stehen; im April werde Sonae Sierra Einzelgespräche mit den Ladenmietern führen.
Schon früher will Müller selbst in die Offensive gehen: Er peilt an, die derzeit rund 50 Mieter des City-Centers im Namen der Stadt noch vor Ostern zu einer Versammlung einzuladen – obwohl er ahnt, dass zu diesem Zeitpunkt nicht alle Fragen zufriedenstellend beantwortet werden können. Dennoch möchte Müller den Händlern vermitteln, dass man sie nicht länger im Nebel stochern lässt.
Zu klären ist unter anderem: Welche Mieter werden auch ins neue Center zurückziehen, das mit einem Kostenaufwand von mindestens 50 Millionen Euro weitgehend entkernt und neu strukturiert wird? Und: Wem muss deshalb ein Übergangsquartier außerhalb des Centers für sein Geschäft zur Verfügung gestellt werden? Erst wenn diese Datenbasis vorliegt, ist eine Entscheidung darüber möglich, wie viel Ausweichfläche nötig ist. Unter anderem dafür vorgesehen ist das ehemalige Modehaus Fiedler, das der Stadt gehört.
Unabhängig davon gehen die Kaufverhandlungen laut Müller ohne Probleme vonstatten. Gestern erst haben die Vertreter der 351 City-Center-Eigentümer gegenüber Sonae Sierra noch einmal schriftlich bekräftigt, dass von ihrer Seite aus alle Hausaufgaben erledigt sind: Die nötigen Unterschriften sind demnach geleistet, die rechtlichen Unwägbarkeiten geklärt.
«Das ist schon mal sehr, sehr positiv», sagt Müller. Er rechnet nun damit, dass der Kaufvertrag mit Sonae Sierra bis Anfang Mai unter Dach und Fach gebracht wird.
Wolfgang Händel |
| 19.2.2010 |
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