|
|
 |
Fruchtloses Temperament |
| Claus-Dieter Wollitz kann Energie Cottbus bisher nicht zur Aufholjagd treiben |
| Fruchtloses Temperament |
 |
| Bitte Bild anklicken! |
|
Der FC Energie Cottbus gastiert heute (18 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth. Die Lausitzer werden den angestrebten Wiederaufstieg nach zwei Auftaktniederlagen in der Rückserie in dieser Spielzeit wohl kaum mehr verwirklichen können.
FÜRTH - Früher, als die Mauer noch stand, fristete Energie Cottbus eher, um im Bild zu bleiben, ein Mauerblümchendasein. Rauf und runter zwischen Liga eins und zwei ging es, und da die «Betriebssportgemeinschaft» aus der Lausitz von den DDR-Oberen nicht gefördert wurde, blieben die großen Erfolge zwangsläufig aus. Dass es nach der Vereinigung mal so weit kommen würde, dass ausgerechnet Cottbus die Fahne des Ost-Fußballs im Alleingang hochhalten würde, hätte sich seinerzeit niemand träumen lassen. In der Bundesliga war Energie im vergangenen Jahr der einzige Ostklub, und nun, in Liga zwei, teilen sie sich diesen «Titel» mit Hansa Rostock und Union Berlin – übrigens einstmals auch nicht gerade Lieblingskinder der DDR-Sportfunktionäre.
Zeitweise waren die Cottbuser sogar ein wenig Kult, vor allem in ihrer ersten Phase in der Bundesliga zwischen 2000 und 2003. Als an der Seitenlinie der kauzige «Ede» Geyer tobte und im Tor Tomislav «Pippi» Piplica sein Unwesen trieb. Unvergessen sein Eigentor 2002, als er sich in der Partie gegen Mönchengladbach den Ball, auf der Torlinie stehend, ins eigene Netz köpfte.
Mittlerweile sucht man solche Figuren in Cottbus vergebens. Aber die Lausitzer haben es zumindest verstanden – und das hebt sie von den meisten Klubs im Osten ab – aus ihren sportlichen Höhenflügen Profit zu ziehen. Das sinnigerweise «Stadion der Freundschaft» genannte Rund wurde mit dem verdienten Geld ziemlich modernisiert, auch die Trainingsbedingungen haben sich verbessert. So hat man in Cottbus den Grundstock gelegt, im Gegensatz zu DDR-Zeiten, nun dauerhaft im Leistungsfußball präsent zu sein.
«Keine fetten Parolen»
Die Hoffnung, gleich wieder in die Erste Liga zurückkehren zu können, hat sich indes nicht erfüllt. Nach der größtenteils blamablen Leistung in der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg und dem damit verbundenen Abstieg wollte man den Schaden reparieren und holte sich mit Claus-Dieter Wollitz einen Coach, der ähnlich temperamentvoll agiert wie einst Eduard Geyer. Doch bei der Mannschaft scheint dies nicht recht zu fruchten. Nach einer durchwachsenen Hinrunde wollte Wollitz eine Aufholjagd starten. Niederlagen in Augsburg und zu Hause gegen Duisburg beendeten diese, bevor sie begonnen hat.
«Wir wollen das zweifellos vorhandene Potenzial abrufen», sagt Wollitz vor dem Spiel in Fürth. Vom Aufstieg redet er lieber nicht mehr. «Wir brauchen keine fetten Parolen – Aufholjagd heißt Punkte holen!», dichteten kreative Energie-Fans auf einem Spruchband, dass man am Montag Abend im Fanblock bewundern konnte. Geht es in Fürth erneut schief, wird wohl auch Wollitz zusehends in die Kritik geraten (Weiterer Bericht im Hauptsport).
Jürgen Schmidt |
| 29.1.2010 |
 |
| ©
FÜRTHER NACHRICHTEN |
|
|
|
| | Artikel empfehlen | E-Mail an die Redaktion | Zur Druckversion |
|
 |
ANZEIGE |
| |
Kleeblatt Archiv
Hier finden Sie alle Berichte und Reportagen, die in den Fürther Nachrichten über
die SpVgg Greuther Fürtherschienen sind. |
| |
35. BARDENTREFFEN
|
| |
Aktuelle Videos
|
| |
RATGEBER |
| |
ANZEIGE |
| |
Alles was wichtig ist rund um die Szene in Nürnberg und noch viel mehr gibt es in der
Szene Extra!Einfach mal reinklicken |
| |
Bild des Tages
 Für eine größere Ansicht: Klick aufs Bild!
|
| |
Bildstrecken
|
| |
ANZEIGE |
| |
|