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Der «kreative Protest« soll friedlich bleiben

Polizei und Ordnungsamt appellieren an Demonstranten, die gegen Neonazi-Aufmarsch auf die Straße gehen
 Der «kreative Protest« soll friedlich bleiben
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Foto: Ralf Rödel
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FÜRTH - Mit großem Aufgebot wird die Polizei während der Neonazi-Kundgebung und der in unmittelbarer Nähe stattfindenden Gegendemonstration am Samstagnachmittag präsent sein. «Wir stehen wieder einmal zwischen den Fronten und sind gut vorbereitet«, sagt der Fürther Polizeichef Roman Fertinger.

«Unsere Sympathien liegen bei den Gegendemonstranten«, macht Fertinger klar; dennoch sei es Aufgabe der Ordnungshüter, das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Versammlungsfreiheit umzusetzen - und das werde nun einmal auch den rechtsradikalen «Freien Nationalisten Nürnberg« zugebilligt. Rund 50 Mitglieder dieser Splittergruppe, zu deren Hintermännern laut Polizei der NPD-Landesvorsitzende und Nürnberger Stadtrat Ralf Ollert zählt, wollen um 15 Uhr unter dem bezeichnenden Motto «Ausländerrückführung statt Integration« am Kaiserplatz aufmarschieren.

Wesentlich mehr Teilnehmer sind wohl am nicht weit entfernten Platz der Opfer des Faschismus, gleich neben dem U-Bahn-Haltepunkt Jakobinenstraße, zu erwarten. Dort versammeln sich engagierte Menschen, die sich unter Federführung der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion und des Fürther Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Rassismus den braunen Umtriebe entgegenstellen.

Polizeichef Fertinger und der städtische Rechts- und Ordnungsreferent Christoph Maier hoffen inständig, dass alle Aktionen friedlich bleiben. «Wir dulden keine Straftaten, weder von rechts noch von links«, macht Maier unmissverständlich und mit Blick auf einschlägige Aufrufe im Internet klar. Und Fertinger appelliert: «Kreativer Protest muss ja nicht gleich in Straftaten übergehen.«

Mehr zum Thema lesen Sie in der Printausgabe der Fürther Nachrichten vom Freitag



hän
18.12.2009
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