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Ausländer rufen zum Protest auf

Städtischer Integrationsbeirat verurteilt Neonazi-Agitation
 Ausländer rufen zum Protest auf
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FÜRTH (hän) - Auch der Integrationsbeirat, die Vertretung in Fürth lebender Ausländer bei der Stadt, ruft zum Protest gegen eine diesen Samstag von Neonazis geplante Veranstaltung auf. Eine Gegendemonstration findet um 13.30 Uhr am Platz der Opfer des Faschismus (U-Bahn-Haltepunkt Jakobinenstraße) statt.

Wie mehrfach berichtet, will eine NPD-nahe Gruppierung namens «Freie Nationalisten Nürnberg« um 15 Uhr in der Südstadt «Ausländerrückführung statt Integration« fordern . Als «widerlich und abstoßend« bezeichnet Georgios Deligeorgis, Vorsitzender des Fürther Integrationsbeirats, dieses Motto. «Mit dieser fremdenfeindlichen Versammlung wird offen gegen die ausländische Bevölkerung agitiert und dies, wie auf den einschlägigen Seiten im Internet nachzulesen, ungeniert mit sachlich falschen Argumenten«, so Deligeorgis. So sei von einer generell höheren Kriminalitätsrate unter ausländischen Mitbürgern die Rede - eine Behauptung, die sich auch durch Statistiken der Polizei entkräften lässt.

Mit gezielter Wortwahl werde versucht, «die beabsichtigte Volksverhetzung durch ein demokratisches Mäntelchen zu überdecken«. Auch der Kaiserplatz sei als Veranstaltungsort ganz bewusst gewählt, weil dort ein hoher Anteil von Menschen ausländischer Nationalität lebt.

Die deutsche Bevölkerung, vermutet der Integrationsbeirat, soll gegen ihre Nachbarn aufgewiegelt werden. «Damit und mit dem bewussten Schüren von Vorurteilen und diffusen fremdenfeindlichen Ängsten soll der Weg für eine menschenverachtende und gewalttätige Politik bereitet werden.«

Der Beirat sieht keine Alternative zur Integration, im Gegenteil: Sie sei notwendig, um den Herausforderungen in der wirtschaftlich und ökologisch immer enger zusammenwachsenden, global voneinander abhängigen Welt gewachsen zu sein. Hier sei in der Vergangenheit in Deutschland zu wenig investiert worden; der Staat habe die Kommunen mit ihren Anstrengungen viel zu lang allein gelassen.
17.12.2009
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