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FÜRTH (fn) - In Nürnberg, Fürth und Erlangen demonstrierten am Samstag rund 850 Menschen für ein Sozialticket im VGN. Gut 200 waren in Fürth dem Aufruf des Bündnisses Sozialticket und 80 weiterer Organisationen gefolgt.
Nach dem Ende der Demonstrationen in Nürnberg und Erlangen fuhren Teilnehmer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Abschlussdemonstration nach Fürth. Viele nutzten die Gelegenheit, um auszuprobieren, wie es ist, zum Nulltarif zu fahren. «Die Fahrt ohne Ticket war für viele ein spontaner Entschluss, um mit einem Akt des bewussten Regelverstoßes auf die Notwendigkeit unbeschränkter Mobilität hinzuweisen», sagt Christian Hartmann, ein Sprecher des Bündnisses Sozialticket. Faktisch bliebe vielen Menschen auch nichts anderes übrig, denn die ständig steigenden Fahrpreise im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) können sich immer weniger Menschen leisten.
Seit März ist das Bündnis im Ballungsraum aktiv und fordert kurzfristig ein Sozialticket ohne Ausschlusszeiten für 11,23 Euro im Monat für Alg-II-Empfänger, für Menschen mit so genannten Niedriglohn-Jobs, für arme Schüler, Studenten, arme Rentner, für Flüchtlinge, Alleinerziehende und andere. Für diese Forderung hat das Bündnis schon 11 500 Unterschriften gesammelt. Das VAG-Angebot für Inhaber des Nürnberg-Passes liegt bei 29,90 Euro. |