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Ratatouille zum Dinner |
| Das «Acoustic Garden»-Festival im Stadtpark
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Auch der Stadtpark muss sich allmählich vom Sommer verabschieden. Bevor am Samstag eine Feuershow die Freilichtbühnensaison beendet, gab es nun das finale Konzerterlebnis. Im «Acoustic Garden» gab es vor zahlreichen Zuhörern ein vielfältiges Programm ohne elektronische Verstärkung und mit unterschiedlichsten Stimmungsbildern.
Während das experimentelle Duo Boonan Bane zum Auftakt hauptsächlich durch technische Raffinesse (rhythmische Endlosschleifen mittels Selbstaufnahme) auf sich aufmerksam machte, stellte der Nürnberger Tobias Hacker - besser bekannt als Gymmick - von Beginn an klar, dass ab jetzt Entertainment angesagt war.
Der Poetry-Slam-Gewinner und Improvisationsschauspieler hatte mit seinem Hang zur Satire («Was ist aus dem VIP-Bereich geworden») keine Mühe, die Lacher auf seine Seite zu ziehen. Unglaublich, wie ein einzelner, gitarrenbewaffneter Singer-Songwriter das gesamte Halbrund in den Griff kriegen kann.
Nach diesem Stimmungshoch stand der jungen Lena Dobler alias Interference.here.de mit ihren einfühlsam-zerbrechlichen Songs wie «Frauenversteher» oder «Ausgangspunkt» eine schwere Aufgabe bevor. Doch sie meisterte sie, vollkommen auf sich allein gestellt, souverän. Es bleibt nach wie vor die Frage offen, ob sich das ungeheure Potenzial der Fürther Songpoetin nicht doch in einer richtigen Band weiter entfalten könnte.
Nach der einzigen Umbaupause folgte mit Colaco, Yapi & Frey der unbestrittene Höhepunkt dieser laut Veranstalterin Elnaz Amiraslani «spätsommerlichen Musikratatouille in traumhafter Kulisse». Im gleichberechtigten Kollektiv verschmelzen eingängige Offbeats, chillige Saxofon- und Keyboardklänge sowie sanfte Basssounds zu einem tanzbaren Ambient-Groove und bringen für einen kurzen Moment die Leichtigkeit der warmen Jahreszeit zurück. Ein selbstsicherer Auftritt, der nach einer Stunde Spielzeit viel zu früh zu Ende war.
Völlig ohne Fahrplan unterwegs waren abschließend Saigon Quartett, die mit der größtmöglichen Spontaneität agierten und die Gestaltung ihrer Stücke improvisierten. «Wir wissen selber kaum, was dabei rauskommt», prophezeite Sängerin Gaba Gabrie, die die Nürnberg-Erlangen-Zürcher Viererformation erweiterte. Letztendlich entpuppte sich das Unterfangen als eine etwas zu entspannte Mischung aus Jazz, südamerikanischen Elementen und Loungeanteilen. Musik, um langsam wieder runterzukommen, den letzten Schluck aus der Bierflasche zu nehmen und in aller Ruhe den akustischen Garten mit seinen zahlreichen Aromen zu verlassen. ANDI DOLLINGER |
| 23.9.2009 |
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FÜRTHER NACHRICHTEN |
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