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Tauchmann-Elf nimmt neuen Anlauf

Kreisklassen-Vorschau: Ammerndorf in neuem Umfeld - Raitersaich mit viel Schwung
 Tauchmann-Elf nimmt neuen Anlauf
Foto: Pfeil
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Mit einigen Neuerungen starten die Kreisklassen-Fußballer des Spielkreises Nürnberg/Frankenhöhe am Wochenende in die neue Saison. So sind beispielsweise die insgesamt 14 teilnehmenden Vereine aus Fürth und Umgebung munter in vier der insgesamt fünf Kreisklassen verteilt.

FÜRTH – In der Kreisklasse 1 bleibt alles beim Alten. Wie in der vergangenen Spielzeit geht ein Fürther Landkreistrio an den Start. Dem ASV Veitsbronn wird dabei vom Großteil der Konkurrenten die Favoritenrolle zugeschrieben. In der abgelaufenen Saison hatte die Elf von Trainer Jörg Tauchmann das Kopf-an-Kopf-Duell mit dem späteren Meister und Aufsteiger DTV Diespeck auf der Zielgeraden verloren, und auch in der Relegation blieb dem ASV die ersehnte Rückkehr in die Kreisliga verwehrt.

Erfahrenster Zugang bei den Grün-Weißen ist Rückkehrer Torsten Dexl. Mit seinem vorherigen Verein, TSV 61 Zirndorf, gelang Dexl der Aufstieg in die Kreisliga. Auf dem Weg dorthin schalteten die Bibertstädter Anfang Juni übrigens Veitsbronn aus – mit einem glatten 4:0.

Eine bessere Serie spielen als zuletzt will der Tabellensiebte der vergangenen Saison, SV Puschendorf. Von einigem Verletzungspech geplagt dümpelte die Elf von Trainer Josip Jakovac zunächst im hinteren Drittel des Klassements umher, ehe eine starke Rückrunde zum Sprung ins gesicherte Tabellenmittelfeld führte. Auch personell könnten sich die Puschendorfer weiter entwickelt haben. Neben Torhüter Alexander Schütt (TSV Burgfarrnbach) und Moritz Koch (TSV Cadolzburg) zog der SV auch einen erfahrenen Bayernligafußballer an Land. Aus beruflichen Gründen verließ Dominik vom Dorp den FSV Erlangen-Bruck und schloss sich – vorerst für eine Spielzeit – dem SV Puschendorf an.

Ebenfalls seine Vorjahresplatzierung (8.) verbessern möchte das Team der Sportfreunde Laubendorf. Spielertrainer Matthias Zipfel setzt dabei auf den eigenen Nachwuchs. Gleich ein Dutzend Akteure rückte von den eigenen Junioren in die erste Mannschaft auf. Goalgetter Mirco Lindemann blieb den Sportfreunden erhalten.

Absolutes Neuland betritt der TSV Ammerndorf in der Kreisklasse 3. Statt Tuspo Roßtal oder SV Großweismannsdorf heißen die Gegner des ehemaligen Bezirksligisten in der neuen Spielzeit unter anderem FC Heilsbronn, TSV Lichtenau oder FC/DJK Burgoberbach. Jedoch steht die Mannschaft von Trainer Günther Müller nicht nur ob des Klassenwechsels vor einer spannenden Saison. Der TSV bietet ein beinahe rundum erneuertes Team auf – acht Spieler verließen den Verein, 14 Neue stießen hinzu. So fanden beispielsweise mit Christian Kauntz und Sebastian Wesoly zwei Akteure den Weg zurück in die Marktgemeinde, die dort bereits selige Bezirksligazeiten miterlebten.

Gemeinsam mit Marco Fischer wechselte das Duo aus Großweismannsdorf zum TSV. Primär setzt man in Ammerndorf jedoch auf die Jugend. Neben drei Spielern aus der eigenen Jugend kamen auch drei Akteure hinzu, die in der vergangenen Spielzeit noch für die U 19 der DJK Schwabach die Fußballschuhe schnürten. Nun gilt es für Coach Müller, im bis dato unbekannten Terrain «Kreisklasse 3» eine schlagkräftige Mannschaft zu formen.

Ammerndorfs einziger Ligakonkurrent aus dem Fürther Bereich heißt TSV Burgfarrnbach II. Die Bezirksligareserve ist unter Trainer Florian Rupprecht souverän aus der A-Klasse aufgestiegen und fungiert primär als Spielerreservoir für die Erste. Das Saisonziel der Fürther Vorstädter lautet «Klassenerhalt». Als heißer Meisterschaftsanwärter wird übrigens der FV Fortuna aus dem Burgoberbacher Ortsteil Neuses gehandelt, der unlängst erst in der Relegation am Kreisligaaufstieg scheiterte.

Ein Verschnitt der langjährigen Kreisklasse West, zuletzt auch Kreisklasse 5 genannt, kommt heuer abwechslungsweise als Kreisklasse 4 daher. Insgesamt sieben der 15 teilnehmenden Teams sind im Landkreis Fürth ansässig. Neben der Frage, ob sich die beiden Kreisligaabsteiger aus Altenberg und Cadolzburg rasch wieder konsolidieren und eventuell sogar vom unmittelbarem Wiederaufstieg träumen dürfen, versprechen auch die Auftritte von Aufsteiger SV Raitersaich einige Spannung. Nach drei vergeblichen Versuchen gelang dem SVR unter der Regie von Spielertrainer Thomas Eckert endlich die lang ersehnte Rückkehr in die Kreisklasse. 67 Punkte und 102:26 Tore lautete die stolze Ausbeute des Meisters der A-Klasse 10 nach dem 24. und letzten Spieltag der abgelaufenen Spielzeit. Den Schlusspunkt einer furiosen Saison bildete ein 15:1-Kantersieg bei der Reserve des TSV 61 Zirndorf. Die Aufstiegsmannschaft der Gelb-Schwarzen blieb zum Großteil zusammen und wurde mit Akteuren wie Murat

Tulgar und Martin Unguranowitsch, die vom FC Stein kamen, punktuell verstärkt. Dass mit ihr zu rechnen sein könnte, stellte die SV-Elf bereits im Toto-Kreispokal unter Beweis, als Raitersaich der Reihe nach die Bezirksligisten ASV Fürth und ASV Zirndorf sowie das BOL-Team das FSV Stadeln mit überzeugenden Leistungen aus dem Wettbewerb warf. Da auch Tuspo Roßtal, der STV Deutenbach, der SV Großweismannsdorf sowie die DJK Oberasbach mit von der Partie sein werden, dürfte an rassigen Nachbarschaftsduellen kein Mangel herrschen.

In der neuen Kreisklasse 5 spielt sich das Geschehen weitestgehend im Nürnberger Stadtgebiet ab. Lediglich die Reserven des ASV Vach und des FSV Stadeln halten die Fürther Fahnen hoch – und das ausgerechnet in jener Spielzeit, in der sich auch die ersten Mannschaften beider Vereine im Punktspielbetrieb direkt gegenüber stehen. Im Gegensatz zur BOL steht das Derby in der Kreisklasse bereits schon am ersten Spieltag (Sonntag, 15 Uhr) auf dem Programm. Gastgeber ist der FSV. Die Zielsetzung betreffend dürfte im Fürther Norden allerdings Eintracht herrschen: Sowohl der souveräne Aufsteiger aus Stadeln (81 Punkte, 145:24 Tore) als auch die Vacher Zweitvertretung, die in der abgelaufenen Spielzeit lange um den Klassenverbleib bangen musste, dürften mit einer Platzierung im gesicherten Tabellenmittelfeld gut leben können.

Kreisklasse 1: SV Losaurach, SV Ergersheim, TSV Langenfeld, TSV Markt Nordheim, FSV Bad Windsheim II, ASV Veitsbronn, SV Hagenbüchach, TSV Scheinfeld, RSV Sugenheim, SV Puschendorf, TSV Neustadt/Aisch II, TSV Markt Erlbach, TSV Markt Bibart, SF Laubendorf, TSV Burgbernheim.

Kreisklasse 3: TSV Merkendorf, TSV Lichtenau, FC Heilsbronn, FC/DJK Burgoberbach, TSV Ammerndorf, TSV Burgfarrnbach II, SV Meinhardswinden, SV Schalkhausen, SC Rügland, FV Neuses, 1.FC Neuenstetten, SpVgg/DJK Wolframs-Eschenbach, TSC Weißenbronn, SC Trautskirchen, DJK/SV Mitteleschenbach.

Kreisklasse 4: TSV Cadolzburg, DJK BFC Nürnberg, KSD Croatia Nürnberg, SV Raitersaich, TB St. Johannis 88, SV Großweismannsdorf, DJK Eintracht Süd Nürnberg, SV Wacker Nürnberg, TSV Altenberg, DJK Oberasbach, ESV Rangierbahnhof, Tuspo Roßtal, SC Türk Genc Nürnberg, TSV Falkenheim, STV Deutenbach.

Kreisklasse 5: FC Bayern Kickers II, VfL Nürnberg, SC Germania Nürnberg, FSV Stadeln II, TSV Buch II, Post-SV Nürnberg II, Tuspo Nürnberg, ATV Frankonia Nürnberg, SF Großgründlach, SpVgg Zabo Eintracht, TSV Altenfurt, SV Laufamholz, ASV Vach II, Türk. SV Gostenhof, 1. FC Kalchreuth.

Michael Loos
7.8.2009
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