|
|
 |
Hoffnung im Center |
| Verkauf des Fürther Einkaufstempels wird forciert |
| Hoffnung im Center |
 |
| Bitte Bild anklicken! |
 |
| Bitte Bild anklicken! |
|
FÜRTH - Optimistisch, aber nicht euphorisch -so schätzt der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller die Bemühungen um einen Verkauf und einen grundlegenden Umbau des City-Centers ein. Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren.
Seit neuestem ist Müller nicht nur interessierter Beobachter, sondern an zentraler Stelle mit von der Partie: Die 351 Eigentümer haben ihn zum Vorsitzenden eines neunköpfigen «Steuerungskreises» gekürt. Dieser soll nach Investoren suchen, Gespräche mit ihnen führen und regelmäßig darüber Bericht erstatten. Müller macht keinen Hehl daraus, dass er selbst von diesem Vertrauensbeweis der Center-Eigentümer überrascht war. Denn immerhin hatte er in den zurückliegenden beiden Jahren oft genug den Bau einer konkurrierenden Neuen Mitte forciert und dem 24 Jahre alten Center – wie viele andere auch – kaum Chancen eingeräumt.
Umso überraschender kam die Wende, nachdem die hochfliegenden Neue-Mitte-Pläne des portugiesischen Investors Sonae Sierra gescheitert waren. Plötzlich stand der stark modernisierungsbedürftige Einkaufstempel wieder im Blickpunkt – und nicht nur Sonae Sierra begann sich stärker als zuvor für dessen brachliegendes Potenzial zu interessieren.
Noch intensiver wurden die Avancen, als sich herauskristallisierte, was zuvor niemand für realistisch gehalten hatte: Die komplex strukturierte Eigentümergemeinschaft verständigte sich darauf, die wohl letzte Chance zu nutzen und zu verkaufen. Über Nacht gewann das Center damit für Investoren an Attraktivität – und Horst Müller fand sich in der ungewohnten Rolle des Verhandlungsführers in privaten Verkaufsgesprächen wieder.
Einen Interessenkonflikt sieht er darin freilich nicht, denn weder die Stadt noch er selbst ziehe daraus Profit. Dafür habe sein Engagement den immensen Vorteil, dass er als Sachwalter der Kommune für Fürth schädliche Entwicklungen abwenden könnte. Denn man dürfe sich nicht nur davon leiten lassen, wer am eifrigsten mit Geldscheinen winkt, sondern müsse auch die Nachhaltigkeit im Auge behalten.
Die Gemeinschaft, sagt Müller, habe den Steuerungskreis mit «Verkaufsvollmachten ohne Limit» ausgestattet – also quasi freie Bahn gewährt. Gegenüber Eigentümern und Öffentlichkeit soll striktes Stillschweigen über Summen bewahrt werden, um den Erfolg der Gespräche nicht zu gefährden.
So weit, so gut. Doch Müller – seit dem Neue-Mitte-Debakel ein gebranntes Kind – bremst vorschnelle Euphorie. Noch stünden Unterschriften aus, mit denen sämtliche Eigentümer, auch notariell beglaubigt, grünes Licht geben.
Eile sei indes geboten, sagt der Wirtschaftsreferent, «denn das Zeitfenster ist nicht ewig offen». Ziehe sich der Prozess zu lange hin, könne das Interesse der Investoren schnell wieder schwinden. «Schließlich stecken wir mitten in einer Wirtschaftskrise», mahnt Müller. Deshalb soll es Schlag auf Schlag gehen: Bis zum 31. August können Gebote abgegeben werden, am 7. September siebt der Steuerungskreis aus, Mitte Oktober soll die Eigentümerversammlung Nägel mit Köpfen machen.
Kombination erwünscht
Bisher, verrät Müller, gebe es erst «ein seriöses und belastbares Angebot», Gespräche mit fünf anderen Interessenten stehen noch an. Die Prioritäten sind für ihn klar: Im Vordergrund stehe – so schnell ändern sich die Zeiten – zunächst die Wiederbelebung des City-Centers; anderes könne er in seiner neuen Rolle auch gar nicht rechtfertigen.
Wünschenswert sei darüber hinaus eine Kombination mit Plänen für das bisher für die Neue Mitte reservierte Areal. Dort, insbesondere auf dem Wölfel-Gelände und im Fiedler-Komplex, wünscht sich die Stadtspitze eine kleinere, aber sinnvolle Ergänzung des künftigen Ladenangebots im City-Center – und, auch das nicht ohne Stellenwert, ein modernes Kinocenter. Gar nicht mehr gern gesehen sind hingegen Investoren, die nur auf eine verkleinerte Neue Mitte setzen und das City-Center links liegen lassen wollen. Dazu, sagt Müller, sei die unverhofft positive Entwicklung der Altimmobilie schon zu weit gediehen.
Konkrete Pläne für ein runderneuertes Center gibt es noch nicht, doch fest scheint zu stehen: Während das äußere Erscheinungsbild wohl, von größeren Eingängen abgesehen, unverändert bleibt, wird der Shopping-Komplex weitgehend entkernt. Denn Wegeverbindungen und die derzeitige Ballung von Rolltreppen entsprechen nicht mehr modernen Branchenstandards.
Im günstigsten Fall könne der Umbau Anfang 2010 beginnen, allein die Kosten dafür werden sich laut Müller «ab 50 Millionen aufwärts» bewegen. Eigentlich, meint er, «ist das fast wie ein Neubau».
Wolfgang Händel |
| 6.8.2009 |
 |
| ©
FÜRTHER NACHRICHTEN |
|
|
|
| | Artikel empfehlen | E-Mail an die Redaktion | Zur Druckversion |
|
 |
ANZEIGE |
| |
|
| |
Neue Mitte
|
| |
35. BARDENTREFFEN
|
| |
ANZEIGE |
| |
Bild des Tages
 Für eine größere Ansicht: Klick aufs Bild!
|
| |
Aktuelle Videos
|
| |
ANZEIGE |
| |
Alles was wichtig ist rund um die Szene in Nürnberg und noch viel mehr gibt es in der
Szene Extra!Einfach mal reinklicken |
| |
Nordbayern auf Twitter
|
| |
RATGEBER Diese Seiten sind echtes Geld wert! Vergleichen Sie hier:Alle Ratgeber auf einen Blick finden Sie hier: |
| |
Bäderserie
|
| |
|
| |
|