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FÜRTH (jgo/ts) - 20 Absolventen der Martin-Segitz-Berufsschule haben in diesem Jahr Staats- und Stadtpreise für ihr ausgezeichnetes Abschneiden erhalten. Auch die Berufsschule I zeichnete ihre erfolgreichen Schulabgänger im Bereich Kinderpflege und Hauswirtschaft aus.
Sieben der Stadtpreise, die an der Martin-Segitz-Schule verliehen wurden, gingen an - nunmehr ehemalige - Auszubildende aus Betrieben in Stadt und Landkreis Fürth: Stefan Barthel (Firma Sendelbeck, Fürth), Marcus Beyer (Firma Weis, Roßtal), Thomas Bodem (Firma Tuscherer, Stein), Stefan Klein und Johannes Schmidt (beide Firma HOB, Cadolzburg), Heiko Pfeifer (Firma geobra, Zirndorf) sowie Martin Wiedmann (Firma Softwerk, Fürth).
Oberstudiendirektor Wilhelm Büchler, der sich mit Ablauf des Schuljahres in den Ruhestand verabschieden wird, würdigte die Leistungen der Spitzenschüler und machte ihnen auch in Zeiten der Wirtschaftskrise Mut - am Beispiel des Schulnamensgebers: Denn auch der gelernte Zinngießer Martin Segitz (1853-1927) hatte sich nicht durch die Krise seines Handwerks entmutigen lassen, die seinerzeit durch die Industrialisierung aufgekommen war, sondern immer wieder Bereitschaft bewiesen, völlig neue Wege einzuschlagen. Er war unter anderem als Redakteur, Gewerkschafter, Parlamentarier, Landesminister und - wenngleich nur kurzfristig während der Revolutionswirren von 1919 - als bayerischer Ministerpräsident aktiv.
Als nahezu reine Frauendomäne präsentierten sich die Abschlussjahrgänge im Bereich Kinderpflege und Hauswirtschaft der Staatlichen Berufschule I. Von den insgesamt 92 erfolgreichen Auszubildenden waren lediglich drei männlichen Geschlechts.
«Warum das so ist, kann ich nicht sagen, die Ergebnisse der Prüfung sprechen aber für sich», freut sich Schulleiter Wilfried Rost über die durchweg guten bis sehr guten Ergebnisse. Gerade der Beruf der Kinderpflegerin ist bei jungen Mädchen heiß begehrt, berichtet Rost aus der Praxis. Den Staatspreis der Regierung von Mittelfranken erhielt Anke Schob aus Langenzenn.
Die Kinderpflegerin heimste in elf von zwölf Prüfungsfächern die Bestnote ein. Die Stadtpreise gingen an Franziska Bitzenbauer, Kristin Eich, Johanna Kraz und Miriam Roscher. Auch bei ihnen steht als Gesamtdurchschnittsnote jeweils eine Eins vor dem Komma. Das gilt ebenfalls für Simone Broll, Franziska Naß, Tatjana Ludwig und Carola Schwartz. Sie erhielten Buchpreise für ihre hervorragenden Leistungen. |