FÜRTH - Mit großer Zufriedenheit blickt die Bürgerinitiative (BI) Bessere Mitte auf die vergangenen Monate zurück. Man sei selbst erstaunt über das Ausmaß der Unterstützung, das man im Kampf gegen die Shopping-Center-Pläne des Investors Sonae Sierra erfahren habe, heißt es. Zudem verspricht man den Bürgern, am Ball zu bleiben.
«Ich hatte nicht erwartet, dass es in Fürth eine solche Vielzahl an kritischen Bürgern gibt, die bereit sind, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen«, schwärmt Ursula Kreutz von der BI, die allen Unterstützern ein Dankeschön aussprechen will. Auch den 3000 Fürthern, die in den vergangenen sechs Wochen das Bürgerbegehren unterschrieben haben, um zu verhindern, dass die Rudolf-Breitscheid-Straße in ein Einkaufszentrum integriert wird.
4500 Unterschriften hätte man gebraucht, um einen Bürgerentscheid zu erwirken, und bei der BI ist man überzeugt, dass man dieses Ziel erreicht hätte. Vorerst wird nicht weiter gesammelt, da sich die Investorenpläne - wie mehrfach berichtet - zerschlagen haben, weil ein Eigentümer sein Haus in der Breitscheid-Straße nicht verkaufen wollte. «Dass das Vorhaben so scheitert, hätten wir nie gedacht«, sagt Kreutz.
Die BI war am 15. Dezember aus der Taufe gehoben worden. In den folgenden Monaten setzte sie sich vor allem mit Infoständen und Fachvorträgen für die ihre Ziele ein. Das große Verdienst der BI? «Durch unser Engagement hat bei den Entscheidungsträgern der Stadt ein Umdenken eingesetzt«, betont BI-Sprecher Christofer Hornstein. Die weitere Entwicklung wolle man intensiv verfolgen und sich weiter einbringen.
Die nächste Aktion: In Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Fürth des Verkehrsclub Deutschland will man am Mittwoch, 8. Juli, (19.30 Uhr, Gaststätte «Tannenbaum«) über die Verkehrsplanung in der Innenstadt diskutieren. Themen sind u.a., wie sich der Lieferverkehr eines Shopping-Centers auswirken könnte und wie man die Buslinien umleiten könnte.
Johannes Alles |