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City-Center: OB warnt vor zu viel Euphorie

Thomas Jung meint, die Stunde der Wahrheit schlägt erst noch
 City-Center: OB warnt vor zu viel Euphorie
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FÜRTH - Oberbürgermeister Thomas Jung warnt im Zusammenhang mit einer neuen Nutzung des City-Centers vor vorschneller Euphorie: «Ausdauer und Realismus« seien gefragt.

Die Wiederbelebung des 24 Jahre alten Einkaufszentrums ergänzt durch eine weiteres, nun deutlich kleineres Angebot an der Rudolf-Breitscheid-Straße könne zwar zu einer «Ideallösung für die Stadt« werden. «Aber wir befinden uns mitten auf einem beschwerlichen Weg, auf dem das Ziel noch lange nicht in Sicht ist.«

Die Diskussionen um die – inzwischen gescheiterte – Neue Mitte hätten die Bereitschaft, das bestehende, stark modernisierungsbedürftige Center an einen neuen Besitzer abzugeben, zwar erhöht; aber erst die kommenden Wochen werden nach Jungs Ansicht zeigen, ob die 351 Eigentümer tatsächlich geschlossen hinter dem Verkauf stehen. Wie schon bei der Neuen Mitte, wo sich ein Hausbesitzer quer stellte, bestehe auch hier «die Möglichkeit, dass eine Einzelperson das Vorhaben zu Fall bringt«.

Wie berichtet, sind sich die Center-Eigentümer nach Auskunft ihres Verwaltungsbeirats nach langen Diskussionen grundsätzlich einig. Vier Investoren hätten zudem ernsthaftes Interesse am Erwerb des Komplexes mit seinen 26000 Quadratmetern Fläche bekundet. Für das Fiedler-Gebäude und für das Wölfel-Areal hingegen gebe es «noch keine Investoren mit überzeugenden Plänen ohne Einbindung der Rudolf-Breitscheid-Straße«, sagt Jung. Die Gespräche seien jedoch im Gang.

Er halte es «nach wie vor für bedauerlich«, dass über das Projekt Neue Mitte nicht die Bürger per Ratsbegehren entscheiden konnten, wie er es sich gewünscht hätte. Dennoch werde das Thema neben der Lage bei Quelle weiter im Zentrum der Rathausarbeit stehen. Dabei seien die nächsten Wochen «von großer Bedeutung«, auch die Gespräche mit der Bürgerinitiative wolle man am 21. Juli fortsetzen. Man werde «über die künftige Zusammenarbeit sprechen und die dann aktuelle Lage diskutieren«.

Wolfgang Händel
3.7.2009
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