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Buntes Fest für Erhalt der Breitscheidstraße |
| BI Bessere Mitte sammelte am Samstag die ersten Unterschriften für den Bürgerentscheid |
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FÜRTH - Für acht Stunden hat die Bürgerinitiative (BI) Bessere Mitte am Samstag die Breitscheidstraße in eine Protestmeile gegen die Shopping-Center-Pläne des Investors Sonae Sierra verwandelt. Für Passanten gab es Live-Musik, Bratwürste und Information. In die Unterschriftenliste, mit der ein Bürgerentscheid erzwungen werden soll, trugen sich rund 800 Menschen ein.
Das Wetter spielte der Bürgerinitiative natürlich in die Karten. Sonnenschein und angenehmene Temperaturen hatten viele Menschen in die Innenstadt gelockt; der Strom an Passanten durch die Rudolf-Breitscheid-Straße, in der sich die BI vom Eingang der Fußgängerzone bis zur Einmündung in die Schwabacher Straße postiert hatte, riss nicht ab.
Wie mehrfach berichtet, stehen die Pläne des Investors Sonae Sierra für ein Shopping-Center links und rechts der Breitscheidstraße zwar vor dem Aus, weil ein Eigentümer sein Haus nicht verkaufen wird, dennoch will die BI nicht locker lassen. Sie strebt einen Bürgerentscheid an, bei dem die Fürther darüber entscheiden sollen, ob die Breitscheidstraße in ein künftiges Shopping-Center integriert werden darf oder öffentlicher Raum bleiben soll. «Wir machen damit allen potenziellen Investoren klar, dass wir nicht bereit sind, die Breitscheidstraße aufzugeben«, sagte BI-Sprecher Christofer Hornstein bereits vor einigen Tagen.
Rund 5000 Unterschriften benötigt die BI, um den Bürgerentscheid herbeizuführen, beim Straßenfest am Samstag - dem Auftakt der Sammlung - trugen sich zur Zufriedenheit von Hornstein und Co. die ersten 800 Fürther in die Liste ein. Die Aktivisten der BI hatten dabei alle Hände voll zu tun, verteilten Informationsmaterial über die Pläne von Sonae Sierra und über den Gegenentwurf der BI, oder vermittelten anhand eines dreidimensionalen Modells aus Holz, welchen Umfang die Neue Mitte nach dem Willen des portugiesischen Investors annehmen sollte.
Etliche Passanten zeigten sich gut informiert über den Stand der Debatte - «ich les halt immer Zeitung«, sagte einer. Manch einem indes musste die Diskussion um die Neue Mitte erst von Grund auf erklärt werden. Dabei kämpften die BI-Mitglieder auch gegen die lauten Töne von der Bühne auf Höhe des Dreiherrenbrunnens. Hier unterstützten die Bands Wedomaja, Rey Vulcano, Harzers Bazaar und Grateful Daddies musikalisch das Anliegen der BI. Für Kinder hatte Künstlerin Annette du Mont eine Malstunde initiiert. Zudem konnten sich Passanten das Logo der BI auf ein T-Shirt bügeln lassen.
Am späten Nachmittag besuchte auch der Oberbürgermeister das Fest. Thomas Jung zeigte sich gesprächsbereit, er will sich möglichst bald mit BI-Sprecher Hornstein zusammen setzen.
Johannes Alles |
| 17.5.2009 15:13 MEZ |
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