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«Das ist eine unangenehme Situation» |
| Kommt die Neue Mitte oder nicht? Die Betreiber des Park-Hotels hängen in der Luft |
| «Das ist eine unangenehme Situation» |
Eines der auffälligsten Opfer, das der Neuen Mitte gebracht hätte werden müssen, ist das Park-Hotel am Eingang der Rudolf-Breitscheid-Straße. Die Gefühle von Betreiber Michael Vormbrock und Hoteldirektorin Martina Paschen sind gemischt.
FÜRTH (HvD) - «Rund ein Jahr Arbeit ist jetzt für die Katz’», sagt Michael Vormbrock. Er, der selber im thüringischen Bad Salzungen ein Einkaufscenter betreibt, gehörte von Anfang an zu den Unterstützern des Projekts Neue Mitte, auch wenn dies mittelfristig Ende und Abriss des Park-Hotels bedeutet hätte.
Da die Pläne machbar erschienen, hatte Vormbrock in Abstimmung mit dem Immobilienfonds, dem das Hotel gehört, den Verkauf beziehungsweise die Abwicklung des Hotels vorbereitet - und parallel dazu den Betrieb «mit Volldampf» aufrecht erhalten.
Aus diesem Grunde ist auch nur der äußerliche Eindruck des Park-Hotels nostalgisch. Die Gastzimmer repräsentieren modernen Hotelerie-Standard, wie ein kleiner Rundgang schnell zeigt. Sogar eine «Präsidentensuite» für Langzeitgäste gibt es.
Dennoch liefen die Geschäfte in letzter Zeit nicht so gut, wie es sich Vormbrock und Direktorin Martina Paschen gewünscht hätten: «Sobald die Pläne für die Neue Mitte bekannt wurden, hielten sich viele Firmen mit Buchungen zurück, weil sie dachten, bei uns würde bis zum Abriss nichts mehr getan - und darunter leiden wir sehr», klagt Michael Vormbrock.
«Eine Wahnsinnschance»
Das Einkaufszentrum in seiner ursprünglichen, nun wohl nicht mehr zu realisierenden Form wäre «eine Wahnsinnschance für Fürth» gewesen, davon ist Vormbrock überzeugt.
Beim Blick aus einem der oberen Fenster macht Martina Paschen auf den schlechten Zustand der denkmalgeschützten Häuser in der Rudolf-Breitscheid-Straße aufmerksam. Auch jenes Haus, dessen Besitzer den Verkauf verweigert, hat offensichtlich schon bessere Tage gesehen. «Was daran erhaltenswert sein soll, erschließt sich mir nicht so recht», sagt die Hoteldirektorin.
Michael Vormbrock betont, dass der Hotelbetrieb in absehbarer Zeit nicht zurückgefahren wird. «Wir sparen nicht am Personal und auch nicht am Haus.»
Allerdings stehe er gegenüber den anderen Eigentümern des Immobilienfonds in der Pflicht, eine langfristig tragfähige Lösung vorzulegen und nennt den aktuellen Schwebezustand «eine unangenehme Situation». Ehe er weitere Maßnahmen ergreift, will Vormbrock die offizielle Stellungnahme des portugiesischen Investors abwarten. «Zur Weiterentwicklung einer Stadt gehört auch die Zukunftsplanung», formuliert Michael Vormbrock sein Credo. Man müsse «werthaltige Investitionen anstreben» und den Blick nach vorne richten. «Vielleicht kann man mit dem Hausbesitzer auch noch einmal reden», hofft er. |
| 1.5.2009 |
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